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Über unsere Ortschaft


Crumstadt ist der südlichste Stadtteil von Riedstadt im Kreis Groß-Gerau in Hessen. Umgangssprachlich wird Crumstadt auch als „Crumscht“ bezeichnet.

 

Crumstadt liegt in einer nach Osten offenen, bis auf den Sandbach und den Lohrraingraben verlandeten Mäanderschleife (im Hessischen Ried), die der Neckar vor 2000 Jahren ausgebildet hatte, als er noch bei Trebur in den Rhein mündete.

 

Sattelitenbild Crumstadt  Quelle: Google Earth

 

Crumstadt wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt als Crumstadt dem Graf Dieter von Katzenelnbogen verpfändet wurde. Es ist jedoch anzunehmen dass Crumstadt wie viele der umliegenden Ortschaften eine fränkische Siedlung war. In den historischen Unterlagen findet Crumstadt in den Jahrhunderten unter anderem mit diesen Ortsnamen Erwähnung: Crumbstat im Jahr 1248 bei der Ersterwähnung, Crvmbestat 1276, Krumstad 1394, Crumpfstat 1414, Krompstaidt 1471, Croymbstat 1509 und Crumstatt 1778.[1]


Als Grundbesitzer von Crumstadt werden genannt: Die Herren von Wolfskehlen, Kurmainz und Kurpfalz sowie das Viktorstift und das Domstift zu Mainz. Durch Verpfändung und Vererbung wurde das Reichsdorf Besitz des Grafengeschlechts von Katzenelnbogen. Nach deren Aussterben fiel das Reichslehen den Landgrafen von Hessen zu.


Verwaltungsmäßig gehört Crumstadt dann bis 1820 zum Amt Dornberg, das ab 1816 zur Provinz Starkenburg des Großherzogtums Hessen gehörte. 1821 werden im Großherzogtum Landratsbezirke eingeführt und Crumstadt dem Landratsbezirk Dornberg zugeteilt. 1832 wurden die Einheiten ein weiteres Mal vergrößert und es wurden Kreise geschaffen. Dadurch gelangt Crumstadt in den Kreis Groß-Gerau. Die Provinzen, die Kreise und die Landratsbezirke des Großherzogtums wurden am 31. Juli 1848 abgeschafft und durch Regierungsbezirke ersetzt, was jedoch bereits am 12. Mai 1852 wieder rückgängig gemacht wurde. Dadurch gehört Crumstadt zwischen 1848 und 1852 zum Regierungsbezirk Darmstadt bevor wieder der Kreis Groß-Gerau für die übergeordnete Verwaltung zuständig ist. Dort verbleibt der Ort durch alle weiteren Verwaltungsreformen bis heute.[1] Die zuständige Gerichtsbarkeit war während der Zugehörigkeit zu Hessen, von 1821 bis 1839 das Landgericht Großgerau und ab 1839 das Landgericht Gernsheim. Aus dem Landgericht Gernsheim geht 1879 das Amtsgericht Gernsheim hervor. das 1934 aufgelöst wird. Seitdem ist für Crumstadt das Amtsgericht Groß-Gerau zuständig.[1]


Bis 1945 gewahrt Crumstadt weitgehend seinen ländlichen Charakter. Erst danach erlebt der Ort durch Zuzug von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen und später durch andere Bevölkerungsteile des wirtschaftlich aufblühenden Rhein-Main-Gebietes einen großen Aufschwung.


Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde Crumstadt am 1. Januar 1977 kraft Gesetzes mit weiteren Nachbargemeinden zur Gemeinde Riedstadt zusammengeschlossen.

 

[1] Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 23. Juli 2012). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 23. November 2012.
 


 

Historisches aus der unmittelbaren Umgebung

 

Am 22. Mai 802 wurde die Kirche von Hofheim, heute Philippshospital Vitos-Riedstadt,,  mit den zum Ort und zur Kirche gehörenden Äckern, Wiesen und Gebäuden durch Graf Waluram und seine Frau Waltrad dem Kloster Fulda als Stiftung übereignet. Der Anlass ist die Weihe ihres später sehr berühmten Sohnes Rabanus Maurus zum Diakon. Zu Hofheim und damit zur Stiftung gehören auch jene Familien, die damals als Leibeigene in Hofheim lebten: etwa 26 Personen. Die Kirche war Bonifatius geweiht, dem irischen Mönch und Missionar, zugleich Schutzpatron von Fulda.


Die Kirche in Hofheim gehört zu den ältesten Kirchen im Ried und an der Bergstraße. Die Pfarrei Hofheim war eine begehrte und reiche Pfarrei. Filialorte der Pfarrei waren damals fast alle Ortsteile der heutigen Gemeinde Riedstadt: Crumstadt, Erfelden, Goddelau, Wasserbiblos.

 

Die  Crumstädter Einwohner gingen bis 1593 in die Kirche in Hofheim. Ab genannten Jahr hat Crumstadt eine eigene Kirche.

Luftbild des Ortskerns mit Kirche

 


 

Hier noch Hinweise zu anderen Heimat- und Geschichtsvereinen der Stadt Riedstadt.
 

 

„Georg-Büchner-Haus“
„Heimatmuseum Erfelden“
„Ehemalige Synagoge Erfelden“
„Heimatmuseum Leeheim“
„Heimatmuseum Wolfskehlen“

 

Das Philippshospital führt ein eigenes Museum.  Es wurde 1975 als Psychiatrie-Museum Philippshospital eröffnet und informiert über die 500-jährige wechselvolle Geschichte des 1535 gegründeten Philippshospitals und heutigen Fachkrankenhauses für Psychiatrie und Psychotherapie der gemeinnützigen Gesellschaft Vitos Riedstadt. Das am Ortrand von Crumstadt gelegene Philippshospital führt ein eigenes Museum. Es wurde 1975 als Psychiatrie-Museum Philippshospital eröffnet und informiert über die 500-jährige wechselvolle Geschichte des 1535 gegründeten Philippshospitals und heutigen Fachkrankenhauses für Psychiatrie und Psychotherapie der gemeinnützigen Gesellschaft Vitos Riedstadt.

 

Hier geht‘s zu weiteren Informationen.

 

 

 

Öffnungszeiten des Museums

 

Am 2. Sonntag im Monat von 10:00 bis 12:00 Uhr


Gesprächsrunde der Aktiven

 

Am letzten Dienstag im Monat (jedoch nicht im Dez.) ab 19:00  bis ca. 20:300 Uhr

Gäste sind herzlich willkommen.


Aktuelles: 

 

Bilderausstellung Kerb in Crumstadt

 

Anlässlich des 425 jährigen
Jubiläums der Kirchweih

Eröffnung am 17.08. um 19:00 Uhr 

 

Tagesfahrt nach Maulbronn

 

am Samstag den 29.09. 2018 
Abfahrt:      9:00 Uhr

Rückkehr: 20:00 Uhr

 

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